Bewegende Momente eines Konzerns: Lufthansa von der Entstehung bis zur Gegenwart. Damals musste der Passagier beim Einstieg in die Fokker-Grulich FII noch die Leiter hochklettern. Heute checkt der moderne Mensch bequem mit einer SMS vom Handy aus ein...
1926: Am 6. Januar entsteht durch den Zusammenschluss des Deutschen Aero Lloyd (DAL) mit dem Junkers Luftverkehr die "Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft" (ab 1933 "Lufthansa" in einem Wort). Das Firmenlogo, 1919 von der Deutschen Luftreederei eingeführt, wird vom DAL eingebracht, die Hausfarben Gelb und Blau von Junkers.
Der Liniendienst beginnt am 6. April, für den zunächst 162 Flugzeuge 18 verschiedener Bauart zur Verfügung stehen. Herausragendes Ereignis des Jahres ist eine Flugexpedition nach China.
1927-1930: Nachdem bereits 1926 Anteile an der 1921 entstandenen Deutsch-Russischen Luftverkehrsgesellschaft (Deruluft) übernommen wurden, beteiligt sich Lufthansa maßgeblich an den Gründungen der spanischen "Iberia", der brasilianischen "Syndicato Condor" und der chinesischen "Eurasia".
1934: Als erste Luftverkehrsgesellschaft der Welt richtet Lufthansa über den Südatlantik einen nur auf den Luftweg abgestellten Transozean-Postflugdienst ein. 1936-1938 wird über den Nordatlantik ein planmäßiger Probeluftverkehr durchgeführt.
1939-1945: Nach der größten Ausdehnung des Streckennetzes 1939 — unter anderem bis Bangkok und Santiago de Chile — beschränkt sich der Kriegsluftverkehr auf einige europäische Länder. Der vollständigen Einstellung des Flugbetriebs 1945 folgt die Liquidation der Lufthansa, die 1965 mit der Streichung aus dem Berliner Handelsregister endet.
1951-1955: Der Bundesverkehrsminister beruft 1951 einen "Vorbereitungsausschuss Luftverkehr", dem das "Büro Bongers" zuarbeitet. Am 6. Januar 1953 entsteht in Köln die "Aktiengesellschaft für Luftverkehrsbedarf" (Luftag), die 1954 den Traditionsnamen "Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft" übernimmt.
Am 1. April 1955 wird der Linienluftverkehr wieder aufgenommen.
1960: Mit der Indienststellung der Boeing 707 beginnt für Lufthansa der Düsenluftverkehr, zunächst auf Langstrecken. Die letzten Propellerflugzeuge, Vickers Viscount, werden 1971 aus dem Flugbetrieb genommen.
1964-1976: Die Umstellung auf Düsengerät setzt sich mit der Boeing 727 für mittlere Strecken fort, und für Kurzstrecken mit der Boeing 737, deren Bau weitgehend von Lufthansa initiiert wurde. 1970 beginnt mit der Boeing 747 die Ära der Großraumflugzeuge, gefolgt von der McDonnell-Douglas DC10 und dem ersten Flugzeug eines neugegründeten Herstellers, dem Airbus A300.
1990: Die Wiedervereinigung Deutschlands ermöglicht Lufthansa 45 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, erstmals wieder Berlin anzufliegen.
1992-1997: Lufthansa überwindet ihre größte wirtschaftliche Krise mit einem umfangreichen Sanierungsprogramm. Das bislang weitgehend im Besitz der Öffentlichen Hand befindliche Unternehmen wird in mehreren Schritten vollprivatisiert. Technik, Fracht und Informatik werden zu eigenständigen Gesellschaften ausgegründet.
1997 Lufthansa, Air Canada, SAS, Thai Airways und United Airlines schaffen mit "Star Alliance" das erste multilaterale Bündnis im Weltluftverkehr, dem sich weitere Fluggesellschaften anschließen.
1997-2001: Der Aviation-Konzern Lufthansa macht sich fit für das neue Jahrtausend und setzt dabei besonders auf Innovation und Qualität. Als vorausplanende Airline bestellt Lufthansa zukunftsweisende Flugzeuge wie den Airbus A340-600 und den „Riesenairbus“ A380.
seit 2001: Lufthansa gewinnt auch in Krisenzeiten an Höhe: Die regionalen Märkte werden im Rahmen des Programms „Zukunft Kont“ reorganisiert, während neue Partner das globale Netz der Star Alliance erweitern. Reisende erwartet eine völlig neugestaltete Business Class und mit „FlyNet“ gibt es künftig sogar Breitband-Internet an Bord.
Quelle: lufthansa